Ergänzungen zum MultiPlayer-Handbuch ==================================== Bedienungshinweise zu den neuen Funktionen der Version 4.20: Reihenfolge beim Senden der Send Data Einstellungen --------------------------------------------------- Die Reihenfolge, in der die Daten der Matrix-Sendefunktionen (PRG, VOL, SND) am MIDI Ausgang gesendet werden, kann in den Systemeinstellungen vorgegeben werden. In den bisherigen Betriebssystem-Versionen wurden immer zuerst die Programmwechselbefehle (PRG), dann die Lautstärkewerte (VOL) und zuletzt die Daten der Send Data Funktion gesendet. Dies entspricht auch der Default- einstellung in der aktuellen Version. In einigen Fällen kann es aber nötig sein, die Send Data Daten vor den Programmwechselbefehlen zu senden, um z.B. einen Synthesizer per SysEx-Daten zuerst in einen bestimmten Betriebsmodus zu schalten, um dann das Soundprogramm zu wählen. Bedienung: Schalten Sie durch Doppelklick SEQ oder MATR in das Konfigurations-Menü. Nach Aufruf der Funktion "Processing order (Send Data)" (SND) können Sie mit dem Datenrad zwischen den Einstellungen wählen: PRG -> VOL -> SND: Send Data wird nach der Einstellung des Programms und der Lautstärke gesendet, SND -> PRG -> VOL: Send Data wird zuerst gesendet. Beenden Sie die Funktion mit EXIT. Hinweis: Diese Einstellung gilt für alle Matrixprogramme! Einstellung des Equalizers des Wavetable-Daughterboards ------------------------------------------------------- Wenn Sie die neue MIDITEMP Wavetable Karte DS-48 in ihrem Multiplayer einge- baut haben, können Sie die Klangcharakteristik durch Einstellen des auf der Karte vorhandenen 4-Band Equalizers beeinflussen. Bedienung: Schalten Sie durch Doppelklick SEQ oder MATR in das Konfigurations-Menü. Dann wählen Sie die Funktion "Equalizer of DS-48" (EQU). Durch Drücken der CURSOR-Taste können Sie das gewünschte Frequenzband auswählen und mit dem Datenrad den Wert einstellen (max. +/-64, entspricht +/- 12dB). Benutzung von mehreren Partitionen pro Festplatte ------------------------------------------------- Ab Version 4.20 unterstützt der Player bis maximal vier Partitionen pro Festplatte, wodurch nun auch Festplatten bis max. 16 GB genutzt werden können. Das Anlegen bzw. die Nutzung von den zusätzlichen Partitionen wird erreicht, indem dieselbe Festplatte im Device Drive Manager unter ver- schiedenen Laufwerksbuchstaben angemeldet wird. Der Player ordnet die Partitionen in der Reihenfolge der Anmeldung den Laufwerksbuchstaben zu. Wenn eine Partition noch nicht eingerichtet ist, wird diese im Player bei der Anmeldung eingerichtet. Hinweise: Nach der Einrichtung einer neuen Partition muß diese mit der Funktion "FMT" im Device Drive Manager formatiert werden. Die Funktion "Initialize Partition Table" kann nur ausgeführt werden, wenn keine weitere außer der erste Partition angemeldet ist. Unterstützung von SmartMedia Speicherkarten ------------------------------------------- Die neueren MultiPlayer (Herstellungsdatum ab August 1999) bieten die Möglichkeit, SmartMedia Flash Speicherkarten als Speichermedium zu verwenden. Bei kleineren Speichermengen von einigen MB können diese Karten eine echte Alternative zur Festplatte sein. Die MultiPlayer unterstützen Karten von 4 MB bis 64 MB Kapazität. Die Formatierung der Karte ist aber nicht mit der Formatierung dieser Medien mit anderen Geräten kompatibel, so daß die Karte auf jeden Fall mit dem MultiPlayer formatiert werden muß und nicht vom PC aus gelesen oder beschrieben werden kann. Die Bedienung (Zuordnung eines Laufwerksbuchstabens, Formatierung usw.) ent- spricht genau der Bedienung einer Festplatte am MultiPlayer. Um Verwechsel- ungen mit SCSI IDs zu vermeiden, besitzt die SmartMedia-Karte die ID "Z". Standardmäßig ist die Karte als Laufwerk "F:" angemeldet. ACHTUNG! Formatieren Sie mit dem Multiplayer keine Speicherkarten, die Sie später in anderen Geräten (z.B. Digitalkamera) verwenden wollen. Sie können u.U. die Karte mit dem anderen Gerät nicht mehr formatieren, wenn sie vorher im Multiplayer formatiert wurde! MultiPlayer mit IDE-Festplatte ------------------------------ Die neueren MultiPlayer (mit SmartMedia Card Slot) haben zusätzlich zu SCSI eine ATA-Schnittstelle zum Einbau von IDE Festplattenlaufwerken. Um die Geräte an der ATA-Schnittstelle ansprechen zu können, sind beim Anmelden der Laufwerke im Device Drive Manager nun neben den acht SCSI-IDs (0..7) noch zusätzlich die IDs X (für ATA Drive 0, "Master") und Y (für ATA Drive 1, "Slave") vorhanden. Die ID Z dient zum Ansprechen der SmartMedia Karte (siehe oben). Die IDE-Festplatte ist nicht, wie eine SCSI-Festplatte, am SCSI-Bus ange- schlossen und kann daher auch nicht direkt von außen (z.B. vom PC aus) angesprochen werden. Die Betriebssystem-Software (ab V. 4.20) übernimmt aber die Übersetzung zwischen SCSI und ATA und stellt so diese Funktion zur Ver- fügung. Dabei erscheint die IDE-Festplatte (X) unter der SCSI-ID des SCSI- Controllers des MultiPlayers (einstellbar mit Funktion "HID" im Device Drive Manager) auf dem SCSI Bus. Da die Software als "Vermittler" zwischen SCSI und ATA geschaltet sein muß, ist die Datenübertragung zwischen dem PC und der IDE-Festplatte im MP deutlich langsamer als bei einer "echten" SCSI Platte. Das Abspielen von Wave-Dateien während der Datenübertragung ist nicht möglich. Ablegen von Songs automatisch in Ordnern ------------------------------------------ Bei einer größeren Anzahl von Files auf der Festplatte werden diese im Allgemeinen auf verschiedene Ordner verteilt, was die Übersicht erhöht und das Auffinden von Dateien sehr erleichtert. Eine einfache und häufig ange- wendete Methode ist das Einordnen nach Anfangsbuchstaben. Mit Version 4.20 wird diese Funktion als Grundeinstellung aktiviert, wodurch beim Ausführen der "Save"-Funktion die Songs entsprechend ihres Anfangsbuchstabens auto- matisch in Unterverzeichnissen abgelegt werden. Bedienung Schalten Sie durch Doppelklick SEQ oder MATR in das Konfigurations-Menü und wählen Sie die Funktion "Miscellaneous..." (MSC). Mit "Automatic Directory Usage" (AD+) wird diese Funktion aktiviert, mit (AD-) deaktiviert. Ist sie aktiviert, gehen Sie beim Zufügen von neuen Songs in Ihr Programm am besten so vor: - Laden Sie den oder die neuen Songs von Diskette in den Speicher, und zwar auf die Programmplätze, unter denen Sie sie später abrufen möchten. - Wechseln Sie mit DRIVE-CD auf Festplatte. - Beim Speichern mit DRIVE-SAV wird nun automatisch der Ordner geöffnet, der dem Anfangsbuchstaben des jeweiligen MIDI-Files entspricht (z.B. B:\_S_\ wenn der Dateiname mit "S" anfängt). Mit einem einfachen Druck auf ENTER wird der Song hier abgelegt. - Speichern Sie anschließend Ihre Assign-Datei ab. Weitere Hinweise Falls der jeweilige Ordner noch nicht existiert, wird er automatisch angelegt. Falls Sie in der SAVE-Funktion vor dem Drücken von ENTER noch den Anfangs- buchstaben des Dateinamens verändern, wird hierdurch allerdings nicht automatisch der bereits geöffnete Ordner gewechselt! Auswählen eines zufälligen Programms in einem Job ------------------------------------------------- Mit der RANDOM-Operator kann während der Ausführung eines Jobs ein Programm nach dem Zufallsprinzip aus einem angegebenen Bereich von Programmnummern ausgewählt werden. Dies kann man z.B. für Pausenmusik verwenden, um nicht immer die gleiche Abfolge von vorprogrammierten Songs zu hören. Funktionsweise: Der Random-Operator (Job-Befehlscode 9) wird im Job unmittelbar nach einer Programm-Anwahl (Job-Befehlscode 1 oder 2) eingesetzt. Er bewirkt, daß eine Zufallszahl zwischen 1 und der angegebenen Programmnummer gebildet und dann das entsprechende Programm angewählt wird. Der Random-Operator wirkt nur auf die Programmnummer, nicht auf die Banknummer! Das heißt, mit RANDOM kann aus maximal 128 Programmen einer Bank (S1A, S1B, S1C...) gewählt werden. Beispiel: Die Job-Befehlsfolge - (2) Song S1B 50 - (9) RANDOM - (4) START bewirkt, daß ein zufälliger Song aus den Programmen S1B 1 bis S1B 50 abgespielt wird. Bedienung: Es wird vorausgesetzt, daß Sie mit der Erstellung von Jobs vertraut sind. Den Random-Operator erreichen Sie in der Job Edit-Funktion durch MNU -> RND. Hinweis: Random arbeitet grundsätzlich Bankweise, auch wenn der Player auf die Eingabe von drei- oder vierstelligen, dezimalen Programnummern eingestellt ist. Die Nummern sind ggf. entsprechend umzurechnen (S1-S128 = erste Bank, S129-S256 = zweite Bank usw.).