Ergänzungen zum Multiplayer-Handbuch ==================================== Bedienungshinweise zu den neuen Funktionen der Versionen 4.00 bis 4.04: Nummerierung der Song-Programmplätze ------------------------------------ Hiermit kann vom Standard-System zur Nummerierung Song-Programmplätze (Bänke S1A, S1B, S1C usw. zu je 128 Programmen) auf ein lineares System mit durchnummerierten Programmplätzen umgeschaltet werden. Dabei ändert sich lediglich die Anzeige und die Eingabe der Programmnummern, die interne Organisation sowie das Format der Assign-Datei bleiben unverändert. Für die Umrechnung zwischen den beiden Systemen gilt folgendes Schema: S1A 1 bis S1A 128 = S 1 bis S 128 S1B 1 bis S1B 128 = S 129 bis S 256 S1C 1 bis S1C 128 = S 257 bis S 384 usw. Die Betriebsart kann zwischen Standard-System, 3-stelliger Zifferneingabe (Songs 1 bis 999) und 4-stelliger Eingabe (max. 8192 Songs bzw. 7168 wenn der Waveplayer aktiviert ist) gewählt werden. Bedienung: Schalten Sie durch Doppelklick SEQ oder MATR in das Konfigurations-Menü. Nach Aufruf der Funktion "Song Numbering Mode" (SNM) kann durch Drehen am Datenrad der gewünschte Programmnummern-Modus eingestellt werden. Koppelung von Song- und Matrix-Programmen ----------------------------------------- Es besteht nun eine einfache Möglichkeit, automatisch zu einem angewählten Song das passende Matrixprogramm aufzurufen. Ist diese Funktion aktiviert, wird immer das Matrix-Programm mit der gleichen Nummer wie der Song eingestellt, sobald der Song-Programmplatz gewechselt wird. Diese Koppelung gilt nur zwischen den ersten acht Song- und Matrix-Bänken. Bedienung Schalten Sie durch Doppelklick SEQ oder MATR in das Konfigurations-Menü und wählen Sie die Funktion "Miscellaneous..." (MSC). Mit "Couple M.Prgs with Songs" (CP+) wird die Koppelfunktion aktiviert, mit "Don't Couple M.Prgs with Songs" (CP-) deaktiviert. Hinweis Wenn hierbei die einer Song-Bank entsprechende Matrix-Bank noch nicht existiert, verschwindet der Bankname in der Matrix-Zeile und es können dort keine Eingaben gemacht werden. Drücken Sie die BANK-Taste und wählen Sie die entsprechende Banknummer (1..8), um die Matrix-Bank anzulegen. GM-Transponierung von Songs --------------------------- Diese Funktion dient zum einfachen Transponieren von GM/GS-Songs, wobei alle Noten um die eingestellte Anzahl Halbtöne nach oben oder unten transponiert werden. Entsprechend der GM/GS-Spezifikation ist der MIDI-Kanal 10 für das Schlagzeug reserviert und wird deshalb mit dieser Funktion nicht verändert. Bedienung Der zu transponierende Song muß geladen sein. Schalten Sie das Gerät in den Performance Modus und wählen Sie die Funktion "TRP". Mit dem Datenrad können Sie nun den gewünschten Transponierungswert einstellen. Drücken Sie EXIT um die Transponierungs-Funktion zu verlassen. Der Transponierungswert wird pro Song-Programmplatz im Assignment abgelegt. Falls Sie also einen bestimmten Song immer transponieren möchten, speichern Sie mit der Funktion "Save Assignment" Ihre aktuellen Einstellungen ab. Weitere Hinweise Die GM-Transpose Funktion wirkt nur auf die Wiedergabe der MIDI-Kanäle 1-9 und 11-16 des angewählten Songs. Noten, die vom Keyboard o.ä. durch die Matrix an Klangerzeuger weitergeleitet werden, bleiben unbeeinflußt. Wird der Transponierungswert während laufender Wiedergabe geändert, kann es zu Notenhängern kommen. Drücken Sie ggf. die Taste "0", um die Notenhänger zu beseitigen. Spur- und Songnamen eingeben oder ändern ---------------------------------------- Damit können für die einzelnen Spuren eines Songs Namen (z.B. Instrumen- tierung) eingegeben werden. Der Name der ersten Spur (Track 0) gilt hierbei als Songname und wird statt des Filenamens im Display angezeigt. Dadurch kann eine Anzeige des Songtitels in "Klarschrift" realisiert werden, d.h. mit einer Länge von bis zu 20 Zeichen, die auch Kleinbuchstaben, Leer- und Sonderzeichen enthalten können. Bedienung Rufen Sie im Sequenzer-Funktionsmenü die Funktion "Edit Track Names" (NAM) auf. Durch drehen am Datenrad wählen Sie die Spur aus, deren Namen Sie ein- geben bzw. ändern möchten. Drücken Sie ENTER und geben Sie den gewünschten Text ein. Nach ENTER wird der neue Text in den Song eingefügt (kann einige Sekunden dauern!) und der Cursor springt wieder auf die Spurnummer. Verlassen Sie die Funktion mit EXIT und speichern Sie den geänderten Song mit der "Save Song"-Funktion (DRIVE-SAV) ab. Hinweis: Der geänderte Songname erscheint erst nach erneutem Einladen des geänderten Songs (Doppelklick DRIVE) im Display. Hierdurch wird auch der im Assignment mit "N:" eingetragene Name aktualisiert. Benutzerdefinierte Voreinstellung der Ausgangszuordnungen --------------------------------------------------------- (Default Output Assignment) Hiermit kann angegeben werden, an welchen Ausgängen die MIDI-Files ausgegeben werden sollen, und zwar ohne diese Einstellungen für jeden einzelnen Song vornehmen zu müssen. Bedienung 1. Eingabe der Benutzerdefinierten Voreinstellung Geben Sie zunächst für einen einzelnen Song mit der Funktion "Output Assignment" (OUT) die gewünschten Ausgangs-Zuordnungen ein oder wählen Sie einen Song-Programmplatz an, für den bereits solche Einstellungen bestehen. Wählen Sie dann im Sequenzer-Funktionsmenü die Funktion "File Assignment" (ASG) und anschließend deren Unterfunktion "Default Output Asg." (DOA). Mit der Funktion "Define Default Output Asg." (DEF) werden die Daten des angewählten Songs als neue Voreinstellung übernommen. Wenn Sie nun MIDI- Files auf leere Programmplätze laden, werden deren Spuren entsprechend dieser Voreinstellung auf die Ausgänge verteilt. Selbstverständlich lassen sich anschließend die Ausgangszuordnungen mit der Funktion "Output Assignment" (OUT) wie gewohnt individuell für jeden Song anpassen. 2. Kopieren der Voreinstellung auf alle Songs einer Bank Wählen Sie im Sequenzer-Funktionsmenü die Funktion "File Assignment" (ASG) und anschließend deren Unterfunktion "Default Output Asg." (DOA). Nach Aufruf von "Apply DOA to entire bank" (ALL) werden die Ausgangs- Zuordnungen aller 128 Songs der aktiven Bank auf die voreingestellten Werte gesetzt. 3. Löschen der Benutzerdefinierten Voreinstellung Wählen Sie im Sequenzer-Funktionsmenü die Funktion "File Assignment" (ASG) und anschließend deren Unterfunktion "Default Output Asg." (DOA). Nach Aufruf der Funktion "Clear user's DOA" (CLR) gelten wieder die durch MIDITEMP voreingestellten Ausgangszuordnungen (alle Spuren an Ausg. 1,2,7,8 beim MP88 bzw. 1,2,3,4 beim MP44). Weitere Hinweise Die Voreinstellung der Ausgangszuordnungen wird in der Assign-Datei abgespeichert. Beim Laden einer neuen Assign-Datei werden diese Einstellungen gelöscht bzw. durch die in der neuen Assign-Datei gespeicherten Einstellungen ersetzt. Songbezogene Zuordnung von Wave-Dateien --------------------------------------- Es ist nun möglich, durch Anwählen von Songs automatisch einen speziell auf den aktuellen Song zugeschnittenen Satz von Wave-Dateien zu laden. Dadurch ist es nicht mehr notwendig, alle Waves für alle vorhandenen Songs gleichzeitig im Speicher zu halten und es kann bei jedem Song derselbe MIDI- Kanal und Notenbereich zum Ansteuern der Waves verwendet werden. Die Zuordnung der Wave-Dateien zu den Songs geschieht über die Wave-Bank WVH, die zu diesem Zweck reserviert ist. Zuordnen der Wave-Dateien zu einem Song Wählen Sie zunächst den Song an, für den Waves zugeordnet werden sollen. Rufen Sie dann durch Drücken der Taste WAVE den Wave-Modus auf und schalten Sie ggf. mit BANK in die WVH-Bank. Ordnen Sie nun die gewünschten Waves, wie im Handbuch beschrieben, den verschiedenen Noten zu. Alle Änderungen (Hinzufügen oder Löschen von Waves) in der WVH-Bank werden automatisch zu dem vorher eingestellten Song- Programmplatz abgelegt. Vergessen Sie nicht, anschließend die Assign-Datei abzuspeichern, um die neuen Einstellungen zu sichern. Weitere Hinweise Wenn ein Song-Programmplatz angewählt wird, entfernt der Multiplayer zunächst alle Waves aus der reservierten WVH-Bank. Falls vorhanden, werden dann die dem aktuellen Song zugeordneten Wave-Dateien vorgeladen. Dieser Vorgang kann u.U. einige Sekunden dauern, wenn dem angewählten Song sehr viele Waves zugeordnet sind. Falls Sie den MIDI-Kanal und -Ausgang zum Ansteuern der Waves als "globale" Einstellung vornehmen (durch Doppelklick auf die WAVE-Taste), beachten Sie bitte, daß hierüber nur die Waves der in der Wave-Funktion gerade aktivierten Bank angesteuert werden. Sollen z.B. in der WVA-Bank einige "Jingles" (Tusch, Applaus etc.) unabhängig vom eingestellten Song zum direkten Abruf per Tastatur der Fernbedienung oder des MIDI-Keyboards bereit stehen, empfiehlt es sich, die Ansteuerung der WVH-Bank über die Einstellung "Play Waves by MIDI" im Matrix-Programm vorzunehmen. Da hier die anzusteuernde Bank angegeben wird (hier: WVH), funktioniert die Ansteuerung der Song-bezogenen Waves dann unabhängig von der gerade angewählten Bank im WAVE-Modus. Automatisches Kopieren von mehreren Dateien ------------------------------------------- Die Kopierfunktion wurde erweitert, um z.B. den gesamten Inhalt von Ordnern oder Disketten inclusive Unterverzeichnissen (Ordnern) zwischen verschiedenen Speichermedien automatisch zu kopieren. Die Bedienung unterscheidet sich praktisch kaum von der Bedienung der bisherigen Copy-Funktion. Bedienung Rufen Sie wie gewohnt mit DRIVE, COP die Kopier-Funktion auf, wählen Sie das Ziellaufwerk und öffnen Sie den Zielordner (mit CURSOR abschließen!). Dann erfolgt die Angabe der zu kopierenden Dateien. Zum Kopieren von allen Dateien eines Ordners oder einer Diskette suchen Sie mit dem Datenrad die alphabetisch erste Datei und drücken die Taste "9" (ALL). Der Multiplayer beginnt nun von dieser Datei an alle Dateien in alphabetischer Reihenfolge in den Zielordner zu kopieren. Weitere Hinweise Der Name der gerade kopierten Datei wird im Display angezeigt. Mit EXIT kann der Kopiervorgang jederzeit abgebrochen werden. Der Multiplayer kopiert Dateien und Ordner in alphabetisch aufsteigender Reihenfolge ab dem Verzeichniseintrag (einschließlich), der beim Drücken der Taste "9" angezeigt wird. Dadurch kann man auch nur Teile eines Ordners kopieren, wenn z.B. von Festplatte auf Diskette kopiert werden soll und der Platz auf der Diskette nicht für alle Dateien reicht. Der Kopiervorgang bricht bei einer vollen Diskette mit der Meldung "Disk full" ab. Legen Sie dann die nächste Diskette in das Diskettenlaufwerk und rufen Sie die Copy-Funktion erneut auf. Bei der Angabe der zu kopierenden Dateien steht dann automatisch bereits der Name der Datei im Display, bei der der Kopiervorgang zuletzt abgebrochen wurde, so daß durch Drücken auf "9" (ALL) der Kopiervorgang einfach an dieser Stelle fort- gesetzt werden kann. Kopieren des Inhalts ganzer Speichermedien ------------------------------------------ Die Backup-Funktion dient zum einfachen Kopieren des gesamten Inhalts von Speichermedien, einschliesslich aller Verzeichnisse, auf ein anderes Laufwerk. Bedienung Drücken Sie DRIVE und rufen Sie die Backup-Funktion ("BAK") auf. Nun müssen Sie zuerst den Laufwerksbuchstaben des Laufwerks, von dem die Daten kopiert werden sollen, angeben. Anschliessend muß der Buchstabe für das Ziellaufwerk ausgewählt werden. Vergewissern Sie sich noch einmal, ob Quell- und Ziel- laufwerk korrekt ausgewählt wurden, um dann mit ENTER den Kopiervorgang zu starten. Überschreiben der Partitionstabelle eines SCSI Speichermediums -------------------------------------------------------------- Mit dieser Funktion wird der Inhalt des vorhandenen Partitionssektors ignoriert, das Medium neu partitioniert und formatiert. Besonders bei der Verwendung von IOMEGA ZIP-Laufwerken ist diese Funktion nützlich, da der vorhandene Partitionssektor der vor-formatierten Medien beim Player Probleme bereiten kann. Bedienung: Rufen Sie durch Doppelklick der SEQ- oder MATR-Taste das Konfigurationsmenü auf, wählen Sie den "Device Drive Manager" (DRV) und anschließend die Funktion "Initialize Partition table" (INI). Dabei wird bei Platten unter 2 Gigabyte der gesamte Speicherplatz dieser Partition zugewiesen. Bei größeren Platten erfolgt eine Warnung, daß eine größere Partition als 2GB nicht kompatibel zu DOS oder Windows 3.x ist. Wollen Sie also auf die Daten Ihrer Player-Festplatte vom einem DOS- oder Windows 3.x PC aus zugreifen, haben Sie hier die Möglichkeit, die Partitionsgröße auf 2GB zu beschränken. Mit Windows 95 oder NT, oder wenn Sie auf die Platte ausschließlich vom Player aus zugreifen, kann die Partitionsgröße maximal 4GB betragen. Bei größeren Fest- platten beschränkt der Player die Partition automatisch auf 4GB. Die weiteren Schritte gleichen denen der "Format Drive"-Funktion (FMT). Eingabe eines Passwortes ------------------------ (nicht für MP44-W) Zum Schutz vor unbefugter oder versehentlicher Bedienung kann ein vier- stelliger Code definiert werden, der vor der Ausführung von einigen wichtigen Funktionen eingegeben werden muß. Dadurch kann z.B. verhindert werden, daß jemand in Abwesenheit des Musikers in der Pause die Festplatte formatiert oder man selbst versehentlich durch eine Fehlbedienung die Synchronisation auf MIDI-Clock umstellt. Bedienung Rufen Sie durch Doppelklick der SEQ- oder MATR-Taste das Konfigurationsmenü auf. Wenn noch kein Passwortschutz besteht, wird dieser durch Aufruf der Funktion "Enable/Disable Password" (PW) aktiviert. Dazu muß zweimal hintereinander derselbe 4-stellige Code eingegeben werden. Bitte merken Sie sich Ihren eingegeben Zugriffscode gut! Falls bereits ein "Passwort" definiert ist, kann es durch Aufruf derselben Funktion deaktiviert werden. Selbstverständlich ist hierzu auch die Eingabe des richtigen Codes nötig. Konfigurations-Voreinstellungen ------------------------------- Bei den Waveplayern sind nach der Initialisierung bereits SCSI-Laufwerke angemeldet, und zwar: SCSI-ID: 2 Festplatte B: SCSI-ID: 3 CD-ROM C: SCSI-ID: 4 Festplatte D: Wenn Sie sich bei den ID-Einstellungen Ihrer SCSI-Geräte an dieses Schema halten, brauchen Sie die Laufwerke nicht extra anzumelden! Außerdem können nach einer Initialisierung auch Grundeinstellungen für den Waveplayer geladen werden. Wählt man bei "Setup Waveplayer?" yes, werden die folgenden Grundeinstellungen vorgenommen: Reservierter Wave-Speicher: 9x64K MIDI-Ansteuerung der Waves : OUT4, Kanal 15 Aktivierte Bank: WVH (f.Songbezogene Waves)