Richtlinien für Anbieter von MultiFiles ======================================= Durch ein standardisiertes System soll erreicht werden, daß der Anwender erworbene Multi- Files möglichst leicht in sein bestehendes Song-Programm integrieren kann, keine extra- Einstellungen für verschiedene Songs am Player vorgenommen werden müssen und die MultiFiles auch in künftige Player-Versionen geladen werden können. Bei MultiFiles, die diesen Richtlinien entsprechen, muß der Anwender lediglich zwei Schritte ausführen, um die Songs in sein bestehendes Programm aufzunehmen: 1. Kopieren der Daten auf seine Festplatte (DRIVE -> BAK Funktion des MP oder per PC/SCSI). 2. Mergen der passenden Assign-Datei in seine bestehende ASG-Datei. Eine entsprechende, kurze Schritt-für-Schritt Anleitung sollte dem MultiFile-Datenträger beigelegt werden. MIDI File Format: ----------------- MIDI Files sollen im Format 1 vorliegen. Die Trigger-Noten für die Wave-Dateien sollen in einer separaten Spur mit MIDI-Kanal 15 abgespeichert sein. Als Name für diese Spur sollte "Trigger" eingetragen sein. Aufteilung der Audio-Spur: -------------------------- Es wird empfohlen, die Audio-Spur nicht als eine einzige, durchgehende Wave-Datei abzulegen, sondern auf kürzere Bereiche (z.B. Strophen) aufzuteilen. Dadurch werden die Waves auch bei evtl. Wiederholung von Songteilen (Loop!) erneut getriggert und längere Audio-Pausen müssen nicht mit abgespeichert werden. Dies gilt natürlich besonders, wenn nur kurze Parts per Waves gespielt werden. Auf der anderen Seite sollte die Anzahl verschiedener Waves pro Song auch nicht zu hoch sein, da dies die Ladezeit des Songs, sowie den Bedarf an Wave-Speicher erhöht. Ein Wert von etwa 8 Waves pro Song dürfte hier einen guten Kompromiss darstellen. Dateisystem: ------------ Der Anwender soll die Songs durch einfaches Kopieren des gesamten Datenträger-Inhaltes auf seine Festplatte in sein Programm aufnehmen können (z.B. mit der "Backup"-Funktion des MultiPlayers). Daher sollten sich im Wurzelverzeichnis des Datenträgers möglichst keine Dateien befinden. Auf keinen Fall darf hier eine Assign-Datei "ASSIGN.ASG" stehen, da diese beim Kopieren die entsprechende Datei des Anwenders überschreiben und damit zerstören würde! Auch die Anzahl der Verzeichnisse auf Root-Ebene sollte klein sein, damit möglichst wenig Einträge im Hauptverzeichnis der Festplatte benötigt werden. Eine gute Lösung besteht in der Erstellung eines einzigen Verzeichnisses im Hauptverzeichnis (z.B. Firmenname des Songanbieters) und darin jeweils eines Unterverzeichnisses für jeden Song. Die Assign-Dateien sollten sich ebenfalls in diesem Verzeichnis befinden. Die Namen der Song-Unterverzeichnisse sollen einzigartig für den jeweiligen Song des Anbieters sein. Sämtliche Datei- und Verzeichnisnamen müssen ISO9660-konform sein (keine "langen" Dateinamen, keine Umlaute und Sonderzeichen außer Unterstrich). Eine CD mit zwei MultiFiles von Synthax könnte dann z.B. folgende Struktur aufweisen: \ | + SYNTHAX\ | + MASCHDR\ | | | +--- MDZ_GM.MID | +--- MDZ_XG.MID | +--- MADRZAUN.WAV | +--- KNALERBS.WAV | + SONG2\ | | | +--- SONG2.MID | +--- WAV21.WAV | +--- WAV22.WAV | +--- WAV23.WAV | +--- GM_DRV_B.ASG +--- GM_DRV_D.ASG +--- GM_DRV_E.ASG +--- XG_DRV_B.ASG +--- XG_DRV_D.ASG +--- XG_DRV_E.ASG +--- README.TXT Assign-Dateien: --------------- Es wird empfohlen, mehrere Assign-Dateien zur Verfügung zu stellen, damit der Anwender durch die Auswahl der ASG-Datei zwischen verschiedenen Optionen wählen kann. Neben evtl. verschiedenen Song-Versionen ist hier vor allem die Auswahl des Laufwerks-Buchstabens wichtig, damit der Anwender die Zuordnungen für das Laufwerk auswählen kann, auf das er die Dateien kopiert hat. Die Songnummern in den ASG-Dateien sollen als "Wildcards" (S*=...) statt vorgegebener Nummern angegeben werden. Dadurch kann der Anwender die MultiFile ASG-Datei zu seiner bereits bestehenden Songliste dazuladen (mit der "Merge Assignment" Funktion: Seq.Funct.-> ASG -> MER), ohne seine bereits bestehenden Zuordnungen zu überschreiben. Der MultiPlayer legt die Song-Einträge mit Wildcards automatisch auf die nächsten freien Programmplätze. Die Triggerspur soll Ausgang 4 zugeordnet werden (Standard-Ausgang für Waveplayer), die anderen Spuren den Ausgängen 1,3,7. Die zum jeweiligen Song gehörenden Wave-Dateien sollen in der WVH-Bank zugeordnet werden. Beispiel: Die ASG-Datei "GM_DRV_B.ASG" könnte folgendes beinhalten: S * = B:\SYNTHAX\MASCHDR\MDZ_GM.MID N:Maschendrahtzaun #1,3,7 T8:4 { WVH 121 = B:\SYNTHAX\MASCHDR\MADRZAUN.WAV WVH 122 = B:\SYNTHAX\MASCHDR\KNALERBS.WAV } S * = B:\SYNTHAX\SONG2\SONG2.MID N:Hier steht der Name #1,3,7 T23:4 { WVH 121 = B:\SYNTHAX\SONG2\WAV21.WAV WVH 122 = B:\SYNTHAX\SONG2\WAV22.WAV WVH 123 = B:\SYNTHAX\SONG2\WAV23.WAV }