FORNET Betrieb ============== Allgemeine Hinweise zum Umgang mit Lichtwellenleiter-Technik: Die Kabel sollen nicht geknickt oder geknotet werden. Starker Zug auf die Steckverbinder sollte ebenfalls vermieden werden. Zum Schutz gegen Verschmutzung geben Sie bitte die Schutzkappen auf die Kabelenden bzw. die Sender/Empfänger, sobald die Kabel abgenommen werden. Grundeinstellung des FORNET-Systems Jedes FORNET-Gerät belegt einen Satz aufeinanderfolgender FORNET- Adressen. Für den Betrieb ist es wichtig, daß jede Adresse nur einem einzigen Gerät zugeordnet ist. Vor der ersten Inbetriebname des FORNET-Systems muß der Adress- bereich für jedes Gerät eingestellt werden, indem jeweils die Basisadresse festgelegt wird. Dies geschieht mit Hilfe der "FBA"- Funktion (Konfigurations-Menü: Doppelklick auf MODE!) Der Adressbereich der verschiedenen Geräte ist: PMM-88E von Basisadresse bis Basisadresse+7 MP-88 von Basisadresse bis Basisadresse+63 MT-16X von Basisadresse bis Basisadresse+15 MT-16X/Player von Basisadresse bis Basisadresse+71 Weiterhin wird empfohlen, jedem Gerät einen Buchstaben zur Iden- tifikation zuzuordnen (ID). Dieser Buchstabe erscheint als Präfix vor der Ein-/Ausgangsnummer und erleichtert die Unterscheidung der MIDI-Ports von verschiedenen Geräten. Außerdem kann mit der "ID"- Funktion auch der Gerätename geändert werden. Dieser erscheint, wenn bei der Auswahl eines Ports für eine Funktion die IN- oder OUT-select Taste gedrückt gehalten wird. Alle Geräte müssen über FORNET zu einem Ring verschaltet werden: Vom FORNET-Ausgang des ersten Gerätes zum FORNET-Eingang des zwei- ten Gerätes, vom Ausgang des Zweiten zum Eingang des nächsten Gerätes usw., vom Ausgang des letzten Gerätes wieder zum Eingang des ersten Gerätes. Die physikalische Reihenfolge der Geräte ist allerdings unabhängig von der Reihenfolge der FORNET-Basisadressen. Anzeige der FORNET-Leuchtdiode: Nach dem Einschalten versucht das Gerät FORNET zu initialisieren. Dabei leuchtet die LED kurz auf. Wenn FORNET arbeitet, bleibt die LED an. Andere Zustände beschreiben eine Fehlfunktion: - Falls die LED verlischt, konnte keine FORNET-Verbindung gefunden werden. - Ein Blinken der Leuchtdiode (0.3s an/0.3s aus) zeigt an, daß der FORNET-Ring nicht geschlossen ist, aber Daten im Eingang empfangen wurden. Offensichtlich ist die Verbindung zum vor- hergehenden Gerät vorhanden. - Ein langsames Blinken (1s an, 0.3s aus) zeigt an, daß ein Adresskonflikt vorliegt: mehrere Geräte belegen dieselben FORNET-Adressen. Die "EXT" (enable external FORNET) Funktion Da das MT-16X intern aus zwei 8x8 Modulen besteht, kennt es zwei Betriebsarten: - Stand alone: Die beiden Module sind intern verbunden. - External FORNET: Die interne Verbindung besteht nur in einer Richtung, so daß der Ring über eine externe FORNET-Verbindung geschlossen werden muß. Um in den "Externen" Betrieb zu schalten, muß die "EXT"-Funktion (Konfig.-Menü) aufgerufen werden. Ist dieser Modus einmal ange- wählt, wartet das MT-16 nach dem Einschalten bis FORNET richtig arbeitet. Sollte keine externe Verbindung vorhanden sein, kann man das MT-16 durch drücken einer beliebigen Taste der Fernbe- dienung wieder auf "intern" zurückschalten. Bei PMM-88 oder MP-88 kann die "EXT"-Funktion dazu verwendet werden, eine FORNET-Initialisierung auszulösen, falls FORNET noch nicht arbeitet (z.B.wenn die FORNET-Kabel erst nach Einschalten des Gerätes angeschlossen wurden). Organisation des Programmspeichers: Die Programme sind in Bänken organisiert. Jede Bank kann bis zu 128 Programmen enthalten. Alle Programme einer Bank sind im Speicher desselben Gerätes abgelegt, aber verschiedene Bänke können in verschiedenen Geräten abgelegt sein. Jedes Gerät hält eine Liste, die angibt, welche Bänke sich in seinem Speicher be- finden. Da ein Programm Prozessordaten für das ganze FORNET-System bein- halten kann, ist völlig egal, in welchem Gerät das Programm abge- speichert ist. Obwohl es möglich ist, dieselbe Bank(-nummer) in mehreren Geräten anzulegen, wird dringend davon abgeraten. Dies würde dazu führen, daß unter derselben Bank/Programm-nummer mehr als ein Programm aufgerufen würde. Beim Editieren ist nicht klar definiert, welches Programm eigentlich geändert würde. Besonders für eine Bank dürften diese Hinweise zutreffen: Die erste Matrix-Bank (M1A) ist nach einer Speicher-Initialisierung immer vorhanden. Sie sollte vor der ersten Inbetriebname des Sys- tems in allen Geräten außer einem "abgemeldet" werden. Um festzustellen, welche Bänke in einem bestimmten Gerät gespei- chert werden, sollte man das Gerät zunächst ohne FORNET-Verbindung betreiben (mit FORNET würde man immer alle Bänke, die irgendwo im System existieren, angezeigt bekommen). Nach einem Doppelklick auf die "Cursor/Bank sel."-Taste kann man die "angemeldeten" Bänke (also die, die sich im Speicher befinden) daran erkennen, daß unter der Banknummer der Bankname eingetragen ist. Durch drehen am Daten- rad kann man alle Banknummern abfragen. Um eine neue Bank im Speicher einzurichten, wählt man diese durch drücken auf die Taste (1..8) unter der gewünschten Banknummer und bestätigt den Anlegevorgang durch Anwahl von "YES". Um eine Bank aus dem Speicher zu entfernen, wählt man diese eben- falls an. Falls die Bank bereits leer war, wird man gleich vor die Wahl gestellt, ob die Bank entfernt werden soll oder nicht. Falls sich noch Programme zu dieser Bank im Speicher befinden, müssen diese zunächst gelöscht werden (Funktion: "DEL"), um nach der er- neuten Anwahl der dann leeren Bank den Banklösch-Dialog zu erhalten.